Schnoizer

Gegründet wurden die Goaßlschnoizer im April 1995.
Ca. 8 Burschen vom Trachtenverein taten sich zusammen, und es wurden Goaßln und Schmitzen angeschafft. Bei den ersten Proben haben uns die "Ebersberger Goaßlschnoizer" tatkräftig unterstützt und die "Grundlage" beigebracht.

Nach einem Jahr haben wir das erste Mal vor mehreren Zuschauern geschnalzt. Der Anlass war das 50jährige Gründungsfest unseres Trachtenvereins im Juni 1996.

Es folgten weitere "nationale" und "internationale" Auftritte, besonders hervorzuheben sind:

Es folgten bis zum heutigen Tag diverse Auftritte mit der Gaugruppe vom "Isargau München", bei Hochzeiten von Vereinsmitgliedern, Maibaumaufstellen, Kirta, Geburtstagen, Vereinsfesten und -jubiläen sowie Firmenfesten.

Die Goaßlschnoizer vom Trachtenverein "Stoabergler Gelting" bestehen derzeit aus 10 Aktiven und einem Musiker, wobei bei Auftritten nur 5-6 Burschen schnoizen.

Zur Geschichte:
Das Goaßlschnoizen selber hat noch keine so lange Tradition wie z. B. das Schuahplattln. Das Schnoizen nach einem Musikstück gibt es erst seit ca. 50 Jahren.
Es entstand aus dem Schnoizen der Holzknechte und Fuhrmannsleute. Die, wenn sie mit Ihren Rössern vor nicht einsehbaren Buckeln oder Kurven im Oberland Zeichen durch Schnoizen mit der Goaßl gaben und so etwaige Entgegenkommende warnten.
Das Goaßlschnoizen ist vom Gebiet begrenzt. Am meisten verbreitet ist es vom Salzburger Land bis zum östlichen Münchner Raum. Nördliche Grenze ist in etwa Erding, wobei sich die südliche über die bayerischen Grenzen hinaus bis nach Österreich erstreckt.
Den Goaßlschnoizern vom "Trachtenverein Stoabergler" liegt am Herzen, das Brauchtum so zu pflegen, wie es gebührt und auf jegliche sog. "Showeffekte" zu verzichten. Auch wenn dies bei manchen Zuschauern vielleicht besser ankommen würde.
Es bleibt die Hoffnung, dass das Goaßlschnoizen so bleibt, wie es seit der Entstehung gepflegt wird und dass der "Krug" des "Verkitschens", wie es so oft mit bayerischem Brauchtum gemacht wird, an uns vorübergeht.

Treu dem guten alten Brauch!

Euer Wolfgang